Bereits in frühen Kindheitsjahren entstand in mir eine intrinsische Motivation die Natur zu entdecken und die Umwelt zu erhalten. Mit 7 Jahren hatte ich mehrere Aquarien, meine Familie baute einen Gartenteich und half mir unzählige Vogelnistkästen zu bauen und zu warten. Die Hälfte meines Taschengeldes gab ich für Tierbücher aus, die andere Hälfte spendete ich an den WWF. Ich räumte oft zum Leiden meiner Eltern tonnenweise Müll aus Bächen und Wäldern und motivierte mein Umfeld zum Wasser und Energiesparen.
Trotz dieser Naturverbundenheit kam in der Jugend der Wunsch einmal Pilot zu werden auf, was mich nach Eisenstadt in die HTBLA-Ausbildungszweig Maschinenbau- Flugtechnik brachte.
Nach dem Bundesheer begann mein beruflicher Werdegang bei der Fa. BRP-Rotax in der Flugmotoren-Entwicklung.
Nach zwei Jahren Praxis plante ich, die FH-Fahrzeugtechnik zu besuchen, um meinen Traumjob als Applikations-Ingenieur bei AVL zu erreichen. Kaum zu Ende gedacht, war ich schon in der Abteilung Serienapplikation-Ottomotoren – für ein gigantisches Kundenprojekt zu einer wirklich spannenden Zeit: Übergang Euro 3 zu 4, Downsizing, Direkteinspritzung, variable Steuerzeiten, elektronische Motorsteuergeräte … ein Eldorado für Technikfreaks und mit viel Potenzial zur Optimierung. Je komplexer die Funktion, umso mehr Freude hatte ich an der Abstimmung.
Später wechselte ich zu Magna – ebenfalls in die Motor- und Fahrzeugentwicklung. Nach einigen Euro 6 Serienprojekten war ich stolz auf die erreichten, hohen Standards: Eine 100%ige Automatisierung der Prüfstände auch für hochkomplexe Variationen war zur Normalität geworden, die Flottenauswertungen waren etabliert und die Lernkurve wurde immer flacher.
So nahm ich die Herausforderung an und wechselte in die Innovationsabteilung für elektrische Antriebe. Dort besetzte ich die neu eröffnete Stelle als LCA-Ingenieur. Ich durfte praktisch bei Null starten, um eine Modellumgebung aufzubauen, die hochstandardisiert, schnell und gleichzeitig genau sein sollte. Der Druck war von allen Seiten groß, um komplexe Systeme rasch berechnen zu können.
So entwickelte ich zusammen mit Sphera ein cradle-to-grave Gesamtfahrzeugmodell, um sämtliche Antriebsarten (ICE, HEV, PHEV, FCEV und natürlich BEV) über den gesamten Lebenszyklus zu vergleichen, sowie ein automatisierbares cradle-to-gate Modell für mechatronische Systeme, um PCF / PEF von E-Drives und Hybrid-Getrieben zu vergleichen.
Als Selbständiger LCA-Engineer konnte ich all meine Erfahrung in eine neue, noch viel leistungsstärkere Modellstruktur einfließen lassen und viele weitere Visionen in die Realität umsetzen. Nun wurde die Struktur auch meinem Anspruch gerecht, ein System zu entwickeln, das von Anfang an standardisiert und völlig modular einsetzbar ist und eben von der Vorentwicklung (oder der ersten Idee zum Produkt) bis zur Serienreife Anwendung finden kann. Ich denke, das ist in dieser Form einzigartig.

Unternehmensberater (Eingeschränkt auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement)
Mario Wolfgang Penz ab 02/2025 –heute
Vehicle Simulation Engineer for Life Cycle Assessment
Magna Powertrain 11/2022 – 01/2025
Fortbildungen Sphera
Entwicklungsingenieur Propulsion Systems
Magna Powertrain 06/2012 – 11/2022
Applikationsingenieur Serienentwicklung Ottomotoren
AVL List GmbH in Graz 06/2003 – 04/2012
Techniker Flugmotorenentwicklung Aircraft Center
BRP Rotax GmbH & Co KG Gunskirchen 06/2001-05/2003